Die Ausbildung zum Mentaltrainer

Der Mentalcoach gilt als moderner Anker der Gesellschaft. Denn er hilft dem Einzelnen über Probleme hinweg, sucht Lösungswege und ermöglicht es, das eigene Potenzial auszuschöpfen. Die Mentaltraining Ausbildung kann sogar ohne ein vorheriges Studium absolviert werden. Grundkenntnisse im medizinischen und psychologischen Bereich sind dennoch wünschenswert.

An wen richtet sich das Angebot?
Die Mentaltraining Ausbildung wird nicht eigenständig als Ausbildungsberuf oder als Teilbereich eines Studiums angesehen. Vielmehr kann sie von allen Personen wahrgenommen werden, die anderen Menschen helfen möchten. Häufig werden die grundlegenden Lehreinheiten durch einen Psychologen oder einen Lebensberater durchgeführt. Seltener gelingt das auch bei Heiltherapeuten. Der Interessierte sollte ein offenes Wesen mitbringen und sich stark um die Hilfe bei körperlichen, seelischen und geistigen Hindernissen engagieren. Ein Grundmaß an Empathie und Einfühlungsvermögen ist daher erforderlich – das Erkennen und Lösen von Problemen, Ängsten sowie Traumata bedingt immer auch das gewissenhafte Zuhören ebenso wie die richtige Interpretation von Mimik und Gestik.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Da es sich bei der Mentaltraining Ausbildung nicht um ein Studium handelt, wird in der Regel die mittlere Reife als Schulabschluss vorausgesetzt. Zudem kann es je nach Ausbildungsstätte gewünscht sein, dass der Interessent bereits Erfahrungen oder sogar Zertifikate im medizinischen, psychologischen oder therapeutischen Bereich besitzt. Häufig handelt es sich bei den Bewerbern somit um Quereinsteiger, die ihre bisherigen Kenntnisse und Fertigkeiten durch das Mentalcoaching auf eine neue Ebene heben wollen. Darüber hinaus sollte der Wille vorliegen, selbstständig zu arbeiten und durchaus enge Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen – denn erst dadurch gelingt oft das richtige Maß an persönlicher Hilfe.

Wie lange dauert die Mentaltraining Ausbildung?
Wer sich für diesen Berufszweig interessiert, sollte mit einer rund anderthalbjährigen Lehrzeit rechnen. Die Ausbildungsdauer ist gegenwärtig auf regelmäßig 16 Monate festgelegt. Allerdings müssen zu der Zeit auch Praktika eingeplant werden. Innerhalb dieser Frist wird dem Bewerber ein Pensum von zehn Wochenstunden an Wissensvermittlung abverlangt. Das mag zunächst wenig klingen – auch hierbei ist jedoch zu bedenken, dass ein nicht unerhebliches Maß an Nacharbeit und eigener Recherche erforderlich ist, um die Fähigkeiten des Berufes zu erfassen. Das Auswählen und Lesen der grundlegenden Lektüre erreicht erfahrungsgemäß den größten Aufwand.

Wie endet die Mentaltraining Ausbildung?
Neben der Vermittlung des Wissens zielt die Zeit der Ausbildung auf ein Abfragen des Gelernten ab. So sind nach Beendigung der 16-monatigen Dauer umfangreiche Abschlussarbeiten zu absolvieren. Ob es sich hierbei um rein schriftliche oder auch mündliche sowie praktische Prüfungen handelt, ist je nach Bundesland und Anbieter der Ausbildung verschieden. Das dabei erworbene Abschlusszeugnis nennt die Inhalte und die Dauer der Zusatzqualifikation und berechtigt den Absolventen, als Mentalcoach tätig zu sein. Auch diese Kompetenz kann er anschließend um weitere Studiengänge vertiefen, sich also gezielt etwa auf das Arbeiten mit bestimmten Personengruppen oder als Therapeut in einer medizinischen Einrichtung spezialisieren.